Meine Damen und Herren, lassen Sie mich gleich zu Beginn eine kleine Geschichte erzählen. Vor etwa drei Jahren kam ein deutscher Unternehmer, Herr Schmidt, zu mir in die Jiaxi Steuer- und Finanzberatungsgesellschaft. Er hatte ein Hightech-Startup in Berlin gegründet und überlegte ernsthaft, eine Niederlassung in Shanghai aufzubauen. Sein Gesichtsausdruck war eine Mischung aus Begeisterung und Verunsicherung – die typische „Ich-will-aber-weiß-nicht-wie“-Mentalität, die ich in meinen 14 Jahren der Registrierungsabwicklung schon unzählige Male gesehen habe. „Herr Liu“, fragte er mich, „lohnt sich das wirklich mit den Steuervergünstigungen? Oder ist das nur heiße Luft?“ Ich lächelte nur und sagte: „Herr Schmidt, setzen Sie sich erstmal hin, das wird eine längere Geschichte.“
Genau diese Frage beschäftigt viele ausländische Investoren, die den chinesischen Markt im Blick haben. Shanghai, als eines der wirtschaftlichen Zentren Chinas, hat sich in den letzten Jahren massiv darauf konzentriert, ausländische Hightech-Unternehmen anzuziehen. Das Herzstück dieser Bemühungen? Ein komplexes, aber äußerst attraktives System von Steuervergünstigungen, das speziell für qualifizierte Hightech-Unternehmen konzipiert wurde. Die Hintergrundgeschichte ist einfach: China will weg von der „Fabrik der Welt“-Rolle und hin zu einer innovativen Wissensgesellschaft. Und Shanghai spielt dabei die erste Geige. Die Stadtverwaltung hat kapiert, dass man ausländische Unternehmen nicht nur mit offenen Armen, sondern auch mit offenen Geldbörsen (in Form von Steuererleichterungen) empfangen muss. Und glauben Sie mir, da steckt mehr dahinter, als man auf den ersten Blick denkt.
Bevor ich in die Details eintauche, möchte ich eines klarstellen: Die Steuervergünstigungen für Hightech-Unternehmen in Shanghai sind kein einfaches „Einheitsbrei“-System. Sie sind vielschichtig, dynamisch und erfordern ein tiefes Verständnis der lokalen Gegebenheiten. Nach 12 Jahren Beratung für ausländische Unternehmen bei Jiaxi kann ich mit Überzeugung sagen: Wer diese Vergünstigungen richtig nutzt, kann seiner Firma einen enormen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Also, lassen Sie mich Ihnen die wichtigsten Aspekte aus meiner Praxis erläutern.
## Ermäßigter Körperschaftsteuersatz von 15%Fangen wir mit dem dicksten Brocken an, der absolute Klassiker unter den Steuervergünstigungen: der ermäßigte Körperschaftsteuersatz von 15%. Zum Vergleich: Der reguläre Satz in China liegt bei 25%. Das ist kein Pappenstiel, meine Freunde! Herr Schmidt war damals völlig aus dem Häuschen, als ich ihm diese Zahl nannte. „Das sind 10% weniger Gewinnsteuer, jedes Jahr?“, fragte er ungläubig. Ja, genau das bedeutet es. Aber – und das ist ein wichtiges Aber – dieser Satz ist nicht automatisch für jedes Unternehmen, das sich „Hightech“ nennt. Die Voraussetzungen sind streng und werden von der lokalen Steuerbehörde genau geprüft.
Um in den Genuss dieses ermäßigten Satzes zu kommen, muss Ihr Unternehmen als „Hightech-Unternehmen“ (High-tech Enterprise, HTE) zertifiziert sein. Die Kriterien sind vielfältig: Der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsausgaben am Umsatz muss bestimmte Schwellenwerte erreichen, die Anzahl der technischen Mitarbeiter muss mindestens 10% der Gesamtbelegschaft betragen, und mindestens 50% des Umsatzes müssen aus Hightech-Produkten oder -Dienstleistungen stammen. Klingt kompliziert? Ist es auch! Ich erinnere mich an einen Fall mit einem deutschen Maschinenbauunternehmen, das dachte, es qualifiziert sich locker. Bei der Prüfung stellte sich heraus, dass ihr F&E-Anteil nur bei 4,8% lag, die Grenze war 5%. Ein paar Monate später, nachdem sie ihre Buchhaltung angepasst und mehr Forschungsausgaben deklariert hatten, klappte es dann doch. Solche „Haarspalterei“ ist in der Praxis leider keine Seltenheit.
In meiner Beratungspraxis habe ich gelernt, dass die Vorbereitung für diese Zertifizierung mindestens sechs Monate dauern sollte. Viele unterschätzen den bürokratischen Aufwand. Die Behörden prüfen nicht nur die aktuellen Zahlen, sondern schauen sich auch die dreijährige Historie an. Man muss also strategisch planen, nicht nur kurzfristig denken. Ich rate meinen Kunden immer: „Fangen Sie früh an, dokumentieren Sie alles akribisch, und holen Sie sich professionelle Hilfe – das Geld, das Sie für die Beratung ausgeben, sparen Sie locker durch die Steuervorteile wieder ein.“ Die 15% sind kein Selbstläufer, aber mit der richtigen Vorbereitung ein extrem lohnendes Ziel.
## Steuerbefreiung für Technologietransfer-EinkommenEin weiterer Joker im Ärmel der Shanghaier Steuerpolitik ist die Steuerbefreiung für Technologietransfer-Einkommen. Klingt trocken, oder? Ist aber ein echter Gamechanger für Unternehmen, die mit geistigem Eigentum handeln oder Lizenzvereinbarungen abschließen. Grundsätzlich gilt: Wenn Ihr Unternehmen qualifizierte Technologien überträgt oder lizenziert, kann das daraus erzielte Einkommen bis zu einer bestimmten Grenze von der Körperschaftsteuer befreit sein. Die konkrete Regelung: Einkünfte aus Technologietransfers bis zu 5 Millionen RMB sind vollständig steuerfrei, der darüberliegende Betrag wird zur Hälfte besteuert. Das ist, wenn Sie mich fragen, eine äußerst großzügige Regelung.
Ich hatte vor einiger Zeit einen Klienten aus dem Medizintechnikbereich. Ein innovatives mittelständisches Unternehmen aus Bayern, das in Shanghai eine Tochter gegründet hatte. Sie hatten ein patentiertes Verfahren für die Diagnostik entwickelt und wollten dieses an lokale Krankenhäuser lizenzieren. Als ich ihnen die Details der Technologietransfer-Regelung erklärte, waren sie zunächst skeptisch: „Das kann doch nicht sein, dass der Staat einfach auf Steuern verzichtet?“, fragte der Finanzvorstand. Doch es stimmt! Sie mussten zwar durch einen bürokratischen Hindernislauf: Die Technologie musste als „fortschrittlich“ von der zuständigen Behörde anerkannt werden, der Transfervertrag musste notariell beglaubigt sein, und die gesamte Dokumentation musste wasserdicht sein. Aber am Ende haben sie über 2 Millionen RMB Steuern gespart – eine Summe, die sie direkt in neue Forschung investieren konnten.
Die Krux bei dieser Regelung liegt im Detail: Nicht alle Technologietransfers werden automatisch als qualifiziert anerkannt. Die chinesischen Behörden legen großen Wert darauf, dass die Technologie tatsächlich neuartig ist und einen wirtschaftlichen Nutzen für China bringt. In der Praxis bedeutet das, dass man die Technologie genau beschreiben und nachweisen muss, dass sie über das im Inland bereits bekannte Niveau hinausgeht. Ich empfehle meinen Kunden immer, im Vorfeld eine informelle Voranfrage bei der Steuerbehörde zu stellen – das spart später böse Überraschungen. Ein Tipp aus der Praxis: Wenn Sie eine bereits in Europa etablierte Technologie nach China bringen, sollten Sie unbedingt die lokale Adaption und Weiterentwicklung betonen. Die Behörden mögen es, wenn sie sehen, dass die Technologie an chinesische Gegebenheiten angepasst wird.
## Sonderabschreibungen für F&E-AnlagenKommen wir zu einem Thema, das in meiner Beratungspraxis oft unterschätzt wird: die Sonderabschreibungen für F&E-Anlagen. Viele ausländische Unternehmer denken bei Steuervergünstigungen sofort an niedrigere Steuersätze, aber vergessen die Abschreibungsmöglichkeiten. Shanghai erlaubt Hightech-Unternehmen, für bestimmte F&E-Anlagen beschleunigte Abschreibungen vorzunehmen. Das bedeutet im Klartext: Sie können die Anschaffungskosten für Maschinen, Geräte und sogar Software, die in der Forschung und Entwicklung verwendet werden, schneller steuerlich geltend machen als normal. Und das ist bares Geld!
Ein Beispiel aus meiner eigenen Erfahrung: Ein japanisches Unternehmen für Robotik hatte in seinem Shanghaier Labor hochpräzise 3D-Drucker und Testanlagen installiert, die mehrere Millionen RMB kosteten. Normalerweise hätten sie diese über 10 Jahre abschreiben müssen. Mit der Sonderabschreibung für Hightech-Unternehmen konnten sie die Abschreibung auf 5 Jahre verkürzen. Der Finanzvorteil war enorm – sie konnten in den ersten Jahren viel mehr von der Steuer absetzen und hatten dadurch mehr Liquidität für die nächste Entwicklungsstufe. Der Geschäftsführer sagte mir damals: „Herr Liu, warum hat mir das vorher keiner gesagt?“ Die Antwort ist einfach: Weil viele Steuerberater, die nicht auf Hightech spezialisiert sind, diese Möglichkeiten schlichtweg übersehen.
Wichtig zu wissen ist, dass nicht alle Anlagen automatisch für diese Sonderabschreibung qualifizieren. Die Behörden prüfen genau, ob die Geräte tatsächlich überwiegend für F&E-Zwecke genutzt werden. Eine Nutzungsaufzeichnung ist Pflicht! Ich rate meinen Kunden, ein separates Nutzungsprotokoll für jede F&E-Anlage zu führen, mit Datum, Nutzungsdauer und Projektbezug. Klingt nach viel Papierkram? Ist es auch. Aber die Steuerersparnis rechtfertigt den Aufwand. Und ehrlich gesagt – in meinen 14 Jahren Registrierungsabwicklung habe ich gelernt: Wer seine Hausaufgaben macht, wird von den Behörden belohnt. Die chinesische Steuerverwaltung ist nicht böse, sie will nur sicher sein, dass alles mit rechten Dingen zugeht.
## Steueranreize für F&E-Ausgaben (Superabzug)Jetzt wird es richtig interessant – und hier kommt ein Punkt, bei dem selbst erfahrene Finanzprofis manchmal ins Staunen geraten: der Superabzug für F&E-Ausgaben. Die Idee ist bestechend einfach: Wenn ein Hightech-Unternehmen Ausgaben für Forschung und Entwicklung tätigt, kann es diese nicht nur regulär absetzen, sondern zusätzlich noch einen Bonus von 75% (und in bestimmten Fällen sogar 100%) der F&E-Ausgaben als fiktive Kosten geltend machen. Praktisch bedeutet das: Geben Sie 1 Million RMB für F&E aus, können Sie steuerlich 1,75 Millionen oder sogar 2 Millionen RMB absetzen. Das ist kein Druckfehler, das ist chinesische Industriepolitik in Aktion!
Ich erinnere mich an einen Klienten – ein niederländisches Biotech-Unternehmen – das eine neue Testmethode für Krebsdiagnostik entwickelte. Sie hatten im ersten Jahr F&E-Ausgaben von etwa 8 Millionen RMB. Als ich ihnen den Superabzug erklärte, dauerte es eine Weile, bis sie kapierten, dass sie steuerlich plötzlich 14 Millionen oder mehr absetzen konnten. Der CFO rief später aus seinem Büro in Rotterdam an: „Herr Liu, das ist ja verrückt! Das ändert alles für unsere Investitionsplanung!“ Und genau das ist der Punkt: Der Superabzug ist ein mächtiges Instrument für Unternehmen, die langfristig in Innovation investieren wollen. Die chinesische Regierung will damit signalisieren: „Wir nehmen eure Forschungsanstrengungen ernst und honorieren sie.“
Natürlich gibt es auch hier Hürden. Die Definition von „F&E-Ausgaben“ ist genau festgelegt: Dazu gehören Gehälter von F&E-Personal, Materialkosten, Abschreibungen auf F&E-Anlagen, Kosten für die Beauftragung externer Forschungsdienstleister und ähnliche Posten. Nicht dazu gehören Verwaltungskosten, Marketingausgaben oder allgemeine Betriebskosten. Die Abgrenzung ist in der Praxis oft nicht einfach – besonders bei kleinen Unternehmen, wo dieselben Mitarbeiter sowohl forschen als auch produzieren. Ich empfehle meinen Kunden immer, eine klare Stundenaufzeichnung für F&E-Mitarbeiter zu führen und die Projekte sauber zu trennen. Die Steuerprüfer werden das zu schätzen wissen – und Sie vermeiden böse Überraschungen bei einer Betriebsprüfung.
## Mehrwertsteuerrückerstattung für Hightech-DienstleistungenBevor wir weitermachen, muss ich zugeben, dass viele meiner Kunden die Mehrwertsteuerrückerstattung für Hightech-Dienstleistungen oft unterschätzen. Dabei handelt es sich um einen echten Vorteil, den man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. In Shanghai können qualifizierte Hightech-Unternehmen eine teilweise oder vollständige Rückerstattung der Mehrwertsteuer auf bestimmte Exporte von Hightech-Dienstleistungen beantragen. Das betrifft vor allem Unternehmen, die Softwareentwicklung, Ingenieurdienstleistungen, technische Beratung oder ähnliches ins Ausland liefern. Wenn Sie also beispielsweise in Shanghai Software für eine deutsche Muttergesellschaft entwickeln, könnten Sie unter bestimmten Umständen die Mehrwertsteuer auf diese Dienstleistungen erstattet bekommen.
Ein interessanter Fall aus meiner Beratungspraxis: Ein französisches Unternehmen für Luft- und Raumfahrttechnik hatte in Shanghai ein Entwicklungszentrum, das Teilkomponenten für Triebwerke in Frankreich testete. Die Dienstleistungen wurden an die französische Zentrale in Rechnung gestellt, und der chinesische Staat verlangte zunächst Mehrwertsteuer. Nachdem wir den Antrag auf Steuerrückerstattung gestellt und die entsprechenden Nachweise erbracht hatten, bekam das Unternehmen über 1,5 Millionen RMB zurück. Der CFO in Paris war begeistert – er hatte nicht gewusst, dass diese Möglichkeit überhaupt existiert. Solche Geschichten höre ich immer wieder, und jedes Mal denke ich: Wie viele Unternehmen verschenken da eigentlich Geld, nur weil sie sich nicht informieren?
Die Voraussetzungen für diese Rückerstattung sind nicht trivial: Die Dienstleistungen müssen tatsächlich exportiert werden (also an einen Empfänger außerhalb Chinas), der Empfänger muss ein Unternehmen sein, und die Dienstleistung muss in den Katalog der „Hightech-Dienstleistungen“ fallen, den die Behörden herausgegeben haben. Die Dokumentation muss wasserdicht sein: Exportverträge, Zahlungsnachweise, technische Spezifikationen – alles muss in einwandfreiem Zustand vorgelegt werden. Ich rate meinen Kunden, einen dedizierten Mitarbeiter für diese Anträge abzustellen, denn die Bearbeitung durch die Steuerbehörde kann mehrere Monate dauern. Aber seien wir ehrlich: 1,5 Millionen RMB zurückbekommen ist doch ein gutes Argument für etwas Geduld, finden Sie nicht?
## Befreiung von der Dividendensteuer für reinvestierte GewinneEin weiterer Aspekt, der speziell für ausländische Investoren hochrelevant ist, betrifft die Befreiung von der Dividendensteuer für reinvestierte Gewinne. Die Regelung ist einfach und genial zugleich: Wenn ein Hightech-Unternehmen seine Gewinne nicht ausschüttet, sondern in qualifizierte Projekte reinvestiert – insbesondere in F&E, Anlagenerweiterung oder Technologieentwicklung – kann es unter Umständen von der Quellensteuer auf Dividenden befreit werden, die normalerweise beim Transfer von Gewinnen ins Ausland anfallen würde. Klassischerweise beträgt diese Steuer 10%, aber durch diese Regelung kann sie auf null sinken. Für ausländische Muttergesellschaften, die überlegen, ob sie Gewinne nach Hause schicken oder lieber in China lassen, ist das ein mächtiger Anreiz.
Vor ein paar Jahren arbeitete ich mit einem schwedischen Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien. Sie hatten in Shanghai ein profitables Tochterunternehmen aufgebaut, das Solarpanels entwickelte. Die Muttergesellschaft überlegte, ob sie die jährlichen Gewinne von etwa 12 Millionen RMB nach Schweden transferieren sollte, musste aber auf die 10% Quellensteuer schauen. Ich schlug vor, die Gewinne in den Bau eines neuen Forschungszentrums in Zhangjiang zu reinvestieren. Mit der Befreiung von der Dividendensteuer sparten sie nicht nur die 10%, sondern bekamen auch noch zusätzliche Steuergutschriften für die Investition. „Das ist ja wie ein Rabatt fürs Sparen“, meinte der schwedische Finanzvorstand. Ja, genau so kann man es sehen! Der Clou: Das reinvestierte Geld fließt direkt in die Wertschöpfung der Firma zurück.
Die Beantragung dieser Befreiung ist allerdings nicht ganz einfach. Die Behörden verlangen einen detaillierten Reinvestitionsplan, der genau zeigt, wofür die Gewinne verwendet werden sollen, und eine Bestätigung, dass die Mittel tatsächlich innerhalb einer bestimmten Frist (meist 12 Monate) ausgegeben werden. Ich empfehle meinen Kunden, den Plan bereits im Vorhinein mit der Steuerbehörde abzustimmen, sonst kann es zu bösen Überraschungen kommen. Einmal hatte ein Klient vergessen, die Frist zu verlängern, und musste nachträglich die volle Steuer zahlen – ein teurer Fehler, den man vermeiden kann, wenn man rechtzeitig nachfragt. Also, meine Bitte: Lassen Sie sich nicht von der Bürokratie abschrecken, aber gehen Sie mit offenen Augen durch den Prozess.
## Vereinfachte Zollabfertigung und Freihandelszone-VorteileLast but not least möchte ich noch einen Aspekt ansprechen, der zwar nicht direkt eine Steuervergünstigung ist, aber finanziell ähnlich wirkt: die vereinfachte Zollabfertigung und die Vorteile der Freihandelszone. Shanghai verfügt bekanntlich über die Shanghai Free Trade Zone (FTZ), eine Sonderwirtschaftszone, die für Hightech-Unternehmen ganz besondere Bedingungen bietet. Wenn Sie Ihr Unternehmen in der FTZ ansiedeln, profitieren Sie nicht nur von beschleunigten Zollverfahren, sondern auch von reduzierten Zollsätzen für importierte F&E-Ausrüstung und sogar von Zollbefreiungen für bestimmte Komponenten. Das kann die Kosten für den Import von Hightech-Geräten drastisch senken – bis zu 100% in manchen Fällen!
Ich denke da an einen Klienten aus den USA, der Spezialchemikalien für die Halbleiterproduktion herstellt. Sie errichteten ein Labor in der FTZ und importierten hochpräzise Analysegeräte aus Deutschland. Der Zollwert lag bei mehreren Millionen Euro. Normalerweise hätten sie Einfuhrzölle von 5-8% zahlen müssen – plus Mehrwertsteuer. Durch die FTZ-Ansiedlung und die Hightech-Zertifizierung konnten sie die Zölle komplett vermeiden und die Mehrwertsteuer aufschieben. Der Finanzvorteil lag bei mehreren Hunderttausend RMB. „Das war der ausschlaggebende Punkt für unsere Standortentscheidung“, sagte der CEO später. Solche Effekte sind oft der entscheidende Wettbewerbsvorteil, der den Unterschied zwischen einem rentablen und einem verlustreichen China-Geschäft ausmacht.
Die Freihandelszone ist nicht nur ein Zollparadies, sondern bietet auch Erleichterungen bei der Finanzregulierung. Unternehmen in der FTZ können einfacher Fremdwährungskonten führen und Kapitaltransaktionen durchführen, was insbesondere für internationale Konzerne ein Segen ist. Ich erlebe immer wieder, dass Unternehmen die FTZ-Vorteile unterschätzen, weil sie den bürokratischen Aufwand scheuen. Aber glauben Sie mir: Nach 14 Jahren Registrierungsabwicklung kann ich sagen, dass sich die Anfangsinvestition in die FTZ-Ansiedlung meist schon nach einem Jahr amortisiert hat. Der Tipp aus der Praxis: Prüfen Sie genau, ob Ihre Geschäftstätigkeit von den Zollvorteilen profitiert – das lohnt sich besonders bei importintensiven Hightech-Unternehmen.
## Zusammenfassung und AusblickMeine Damen und Herren, ich hoffe, ich konnte Ihnen einen umfassenden Einblick in die Steuervergünstigungen für Hightech-Unternehmen in Shanghai geben. Die Botschaft ist klar: Shanghai bietet ausländischen Hightech-Unternehmen ein außergewöhnlich attraktives Steuerumfeld – vom ermäßigten Körperschaftsteuersatz über den Superabzug für F&E bis hin zu Zollvorteilen in der Freihandelszone. Diese Instrumente sind nicht nur gut gemeint, sie sind gut gemacht und haben das Potenzial, Ihre Investitionsentscheidung signifikant zu beeinflussen. Der chinesische Staat will mit diesen Maßnahmen ausländisches Know-how anziehen, und er tut dies mit Nachdruck.
Aber – und das ist mir als erfahrener Berater wichtig zu betonen – diese Vergünstigungen sind kein Freifahrtschein. Sie erfordern sorgfältige Planung, exakte Dokumentation und oft auch eine professionelle Begleitung. Der bürokratische Aufwand ist real, aber die finanziellen Vorteile sind es auch. In meiner 12-jährigen Tätigkeit bei Jiaxi habe ich unzählige Unternehmen gesehen, die durch geschickte Nutzung dieser Regelungen ihre Steuerlast um 30% bis 50% senken konnten. Das ist kein Schönwettermodell, das ist harte Arbeit mit handfestem Ergebnis. Und ich bin überzeugt, dass dieser Trend anhalten wird – die chinesische Regierung wird ihre Hightech-Förderung in den kommenden Jahren eher ausbauen als zurückfahren.
Abschließend möchte ich Ihnen ans Herz legen: Scheuen Sie nicht vor der Komplexität zurück. Die Steuervergünstigungen in Shanghai sind wie ein Puzzle – jedes Teil muss richtig sitzen, aber das Gesamtbild ist beeindruckend. Informieren Sie sich gründlich, holen Sie sich professionelle Unterstützung, und gehen Sie den Prozess Schritt für Schritt an. Wenn Sie das tun, werden Sie feststellen, dass Shanghai nicht nur ein Markt mit enormem Potenzial ist, sondern auch ein Standort, der Ihre Innovation aktiv fördert. Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt – vielleicht sehen wir uns ja bald in meinem Büro in Shanghai, um Ihr persönliches Steueroptimierungs-Puzzle zusammenzusetzen!
## Einblicke der Jiaxi Steuer- und FinanzberatungBei der Jiaxi Steuer- und Finanzberatungsgesellschaft haben wir in den letzten 12 Jahren über 300 ausländische Unternehmen bei der Nutzung der Steuervergünstigungen für Hightech-Unternehmen in Shanghai begleitet. Unsere Erfahrung zeigt: Der Schlüssel zum Erfolg liegt nicht nur in der Kenntnis der Gesetze, sondern vor allem in der praxisnahen Umsetzung. Viele Unternehmen scheitern nicht an den Voraussetzungen, sondern an der fehlenden Systematik in der Dokumentation. Wir haben gelernt, dass eine frühzeitige, strategische Planung – idealerweise bereits vor der Unternehmensgründung – den entscheidenden Vorteil bringt. Unser Team hat sich darauf spezialisiert, die oft komplexen Anforderungen der verschiedenen Behörden zu koordinieren und für unsere Kunden ein maßgeschneidertes Gesamtpaket zu schnüren. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Ihr Unternehmen von den Shanghaier Steuervergünstigungen profitieren kann, stehen wir Ihnen jederzeit für ein unverbindliches Beratungsgespräch zur Verfügung. Denn eines haben wir in all den Jahren gelernt: Steueroptimierung ist kein Sprint, sondern ein Marathon – und mit dem richtigen Partner an Ihrer Seite wird dieser Marathon deutlich leichter zu bewältigen.